Infos zur Hütesicherheit

Definition Hütesicherheit

Ein Zaun, der an jeder Stelle eine Mindestspannung von 2000 Volt aufweist, wird in Deutschland als hütesicher betrachtet. Jeder Betreiber einer Zaunanlage ist verpflichtet, seine Zaunanlage zu überwachen und regelmäßig zu kontrollieren. Eine Zaunanlage gilt als hütesicher, wenn von ihr keine Gefahr für Menschen, Tiere oder Sachen ausgeht. Erwerbsmäßige Tierhalter müssen bei Schadensersatzansprüchen nachweisen (nach § 833 BGB), dass bei der Errichtung und dem Betrieb des Elektrozauns die erforderliche Sorgfaltspflicht nicht verletzt wurde.

Leicht zu hütende Tiere

Für leicht zu hütende Tiere, wie Rinder mit kurzem Fell, Pferde, Schweine und andere Haustiere, reicht eine Hütespannung von mindestens 2.000 Volt, die überall am Zaun vorhanden sein muss.

Schwer zu hütende Tiere

Für schwer zu hütende Tiere, wie Schafe oder Highland-Rinder (Tiere mit dichtem Fell) oder auszuzäunende Wildtiere, wird eine Hütespannung von 4.000 Volt empfohlen, die überall am Zaun anliegen muss.

Die richtige Erdung des Weidezaungeräts ist ein wichtiger Faktor für die einwandfreie Funktion des kompletten Elektrozauns.

Damit das Weidezaungerät seine volle Leistungsfähigkeit entwickeln kann, ist es wichtig, für eine ausreichende Erdung zu sorgen bzw. die Erdung (speziell bei sandigen, steinigen oder trockenen Böden) richtig zu dimensionieren.

230 Volt Netzgeräte und 12 Volt Batteriegeräte

  • 1-3 Erdstäbe (je nach Entlade- / Impulsenergie)
  • Länge der Erdstäbe: 1-2m
  • Abstand zwischen den einzelnen Erdstäben: 2-3m

9 Volt Batteriegeräte

  • 1 Erdstab
  • Länge der Erdstäbe: 1-2m

Bei sandigen, steinigen oder trockenen Böden sind zusätzliche Erdstäbe zu empfehlen und die Erdung sollte regelmäßig auf ihre Funktion überprüft werden. Es sollten verzinkte oder nicht rostende Erdstäbe verwendet werden, da Rost isolierend wirken kann.